B. Britten - Lachrymae op. 48
G. Fauré - Fantasie C-Dur, Impromptu Des-Dur
C. Debussy - Sonate en trio F-Dur
J. Ibert - Deux Interludes
M. Ravel - Sonatine fis-Moll
Mit sphärischen Tönen mischt sie sich in den Orchesterklang, gelegentlich hört man von ihr ein Arpeggio, als eigenständiges Instrument tritt sie nur höchst selten hervor und sowieso legen hier eigentlich nur Frauen Hand an: Die Harfe hat ein Imageproblem.
Vor einiger Zeit ist nun aber einer auf der Bildfläche erschienen, der an diesem Status gewaltig rüttelt. Xavier de Maistre, über zehn Jahre Harfenist bei den Wiener Philharmonikern und sportlich kerniger Franzose, ist die absolute Nummer Eins auf seinem Instrument. Er entlockt der Harfe die Kraft und Vielfalt eines ganzen Orchesters, räumt mit dem esoterischen Image des Instruments auf und arbeitet kräftig daran, es aus seiner Exotenrolle herauszuholen. Als kongeniale Partner stehen ihm dabei der Bratschist Antoine Tamestit und die Flötistin Magali Mosnier (beide ARD-Preisträger) zur Seite.