Mumford & Sons sind eine der Bands der Stunde, denn Marcus Mumford scheint ein musikalischer König Midas zu sein: Was er und seine so genannten Söhne im Moment anfassen, wird sofort zu melancholischem Neo-Folk der wunderschönsten Sorte, zu bestaunten Melodien, zu Chorgesang und zu akustischen Perlen. Im Moment zeigt sich die ganze Stärke der Musik von Mumford & Sons, wenn man ihre EPs oder die im Oktober erschienene Debütplatte Sigh No More auflegt, am beschlagenen Fenster sitzt, in die Kälte schaut, ein Tässchen Wintertee (mit einem ordentlichen Schuss Rum) zu sich nimmt und hoffnungsvoll an den kommenden Frühling denkt. Denn aller innewohnenden schweren Intimität verbreiten die Songs auch eine gewisse verhaltene Fröhlichkeit, und dazu kommt, dass Mumford & Sons eben im Frühjahr, genauer gesagt im April, wieder zu uns nach Deutschland kommen, um einige ihrer umjubelten (und meist ziemlich fix ausverkauften) Konzerte zu spielen. Wer die Band schon live gesehen hat, wird bemerkt haben, wie fein die melancholischen Harmonien sich verbreiten und welche Brillanz die Engländer auf der Bühne verbreiten. Ein Ereignis, auf das man sich das ganze Jahr freuen kann.
Ein besonderes Ereignis ereilte die Band diese Woche allerdings selbst:
Little Lion Man wurde als hottest Track of 2009 beim Triple J´s Hottest 100 Countdown in Australien gewählt, welcher als gröster Musikpoll weltweit gilt, mit weit über 800 000 Stimmen.
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