Darwin Deez komponiert und spielt all seine Stücke auf seiner viersaitigen elektrischen Gitarre mit ganz spezieller Stimmung. Mit elf Jahren bekam er von seinen Eltern nebenbei Anhänger von Meher Baba (Ihr erinnert Euch, Dont worry, be happy, Avatar, das Schweigen? Wenn nicht, schlagt es unbedingt nach!) seine erste Gitarre geschenkt, mit 16 folgte ein Schlagzeug. Dazwischen kam er über Nirvana zu Fugazi und Superchunk, gründete eine Band, um dann mit 13 die Chemical Brothers zu entdecken und festzustellen, dass das die Musik der Zukunft sei. Fortan stand DrumnBass auf dem Schild, bis mit Jimmy Eat World die Gitarren wieder zurück- und Deez in den Bann schlugen. Seine Bassistin Michelle Dorrance a.k.a. Mash Deez hat vorher nie Bass gespielt, sein Schlagzeuger Greg saß vorher nicht am Schlagzeug. Aber er mag sie einfach und hat sie gerne um sich herum. Er traf ihn ebenso wie den Gitarristen Cole in dem veganen Restaurant, in dem er kellnert ohne selbst Veganer zu sein, weil er gesundes Essen liebt. Kurz: Darwin Deez ist ein Freak, der ausschließlich das macht, was er liebt. Er selbst sagt, seine Lieder lägen irgendwo zwischen Thriller und Dismemberment Plan. Vielleicht sollte man sein eben erschienene Debütalbum als Indie-Pop-Rock bezeichnen, mit Texten die eigen- und einzigartig sind. Wenn man sich dann auch noch vorstellt, dass live auf der Bühne die Band mitten im Song zu Beyoncé und den Bangles in ekstatische Synchrontänze ausbricht, bis ein Elektrogewitter alle auf den Boden zwingt, ahnt man ungefähr, was für ein fantastischer Wahnsinn aus New York sich da Bahn bricht.
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