Für Verblüffung, Aufregung, Diskussionen hatten 2004 Martin Stadtfelds hochvirtuose Goldberg-Variationen gesorgt: Da wagte es ein junger Pianist tatsächlich, dem Übervater Bach ein paar kleine Variationen der Variationen abzutrotzen. Soviel pianistische Bravour, soviel Selbstbewusstsein machten schnell international Karriere. Für den 30-jährigen ECHO-Preisträger und "Weltstar aus dem Westerwald" ist Bach jedoch nicht alleiniger Dreh- und Angelpunkt seines Repertoires. Gefragt nach seiner Inspiration sagt der Pianist immer Bach, Bach, Bach. Beethoven-Sonaten ... Und Mozart als ganz großer Prüfstein. Für seinen Auftritt in Bielefeld hat sich Stadtfeld das Klavierkonzert Nr. 20 KV 466 von Wolfgang Amadeus Mozart ausgesucht - eine seiner vielleicht ausdrucksstärksten Kompositionen in Moll, in der Leidenschaft, Pathos und Dramatik an die Stelle heiterer Unbeschwertheit treten. Und diesen Geist Mozarts spürt Stadtfeld nach, detailgenau auf die Effekte achtend und auf die verzweifelten seelischen Stimmungen, die das Werk durchziehen.
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