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The Hold Steady
“Listening again to everything The Hold Steady recorded. Is this the greatest American band now? They just got me through a rough month.” BRETT EASTON ELLIS, Twitter Nov 2009 Die New Yorker Band The Hold Steady beschert uns mit „Heaven Is Whenever“ ihr fünftes Album seit der Bandgründung im Jahr 2003. Damals trafen sich die vier Mittdreißiger der Urbesetzung ohne größere Ambitionen zu ersten gemeinsamen Jams und ahnten wohl kaum, dass sie bereits wenige Jahre später zur internationalen Spitze des „adult“-orientierten Classic Rocks gehören würden. „Adult“ hat in diesem Falle weniger mit explicit lyrics oder dem Gebaren von Bands wie der Bloodhound Gang zu tun als vielmehr mit ihrer traditionalistischen Herangehensweise an Songwriting und Performance. Referenzen wie Bruce „The Boss“ Springsteen oder die Counting Crows werden oft und gern herangezogen und machen auch fürs neue Album durchaus Sinn. Straighter und schnörkelloser Rock, der ganz bewusst ohne viele Ecken, Kanten oder Anbiederung an aktuell dominierende Musikgenres auskommt. Der Erfolg gibt ihnen recht: The Hold Steady haben mittlerweile weltweit eine riesige und noch immer stetig wachsende Fangemeinde. Ihr letztes Album „Stay Positive“ erreichte in den amerikanischen Charts Platz 30 und in UK sogar Platz 15. Selbst die Rolling Stones outeten sich als Fans der Band, als sie The Hold Steady für einen Show-Support nach Dublin einluden. Bei aller Mainstream-Tauglichkeit schaffen es The Hold Steady dennoch, mit jedem neuen Album auch im Indiekosmos zu überzeugen. J Mascis (Dinosaur Jr) und Doug Gillard (Guided By Voices) sind als Gastmusiker auf ihrem letzten Album zu hören, und mit einer phänomenalen Bewertung von 9,4 von 10 Punkten erreichte ihr vorletztes Album „Boys And Girls In America“ einen mehr als respektablen Platz 5 der Pitchfork-Jahres-Charts. „Heaven Is Whenever“ ist ein klassisches The Hold Steady-Album geworden, obwohl die Band diesmal eine ganz neue Herangehensweise an den Aufnahmeprozess erprobt hat. Zu großen Teilen entstanden die Songs erst im Studio, wo die Band mit Produzent Dean Baltulonis möglichst unbefangen an neuem Material arbeiten wollte. Tad Kubler, Gitarrist und neben Craig Finn einer der beiden kreativen Köpfe der Band, brachte erstmals auch seine Erfahrungen als Komponist für Filmmusik mit ein. Die Band habe das Studio als eigenständiges Instrument begriffen und so größere „Soundscapes“ als auf den vorherigen Alben geschaffen, beschreibt er die Herangehensweise. „I listened to a lot of musical scores for inspiration on this album“. Auch textlich bleiben sich The Hold Steady treu. „The lyrics speak a lot about struggle and reward. It’s about embracing, suffering and understanding ist place in a joyful life“.

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