Musikexpress, Journal Frankfurt und HR1 präsentieren:

Bon Iver

Fotocredit: Cameron Wittig, Graham Tolbert & Crystal Quinn 

Bon Iver sind aus der weltweiten Independent Music-Szene inzwischen nicht mehr wegzudenken. Am 30. August werden sie nun ihr viertes Album mit dem Titel „i,i“ veröffentlichen, das den Jahreszeitenzyklus komplettiert: auf den Winter mit „For Emma, Forever Ago“ (2007) folgten das Frühlingsalbum „Bon Iver“ (2011) und der Sommer „22, A Million“. „I,i“ schließt den Kreis nun mit dem Herbst.

Für Bon Ivers Frontmann Justin Vernon fühlt sich das neue Album an wie „the most adult record, the most complete”. Das hört man auch durchaus. Nach dem recht experimentellen „22, A Million“ umfasst „i,i“ das komplette Spektrum der Band. Befreit von den verzerrten Stimmeffekten, die früher eine Phase von Furcht und Angst ausdrückten, singt Vernon nun über die Balance zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft, zwischen Inspiration und Kreation.

Sechs Wochen verbrachte die Band auf der Sonic Ranch in West Texas, auf der sie mit Ruhe, Fokus und kreativer Freiheit ihr viertes Werk erschaffen haben. In gewisser Weise erzählt „i,i“ die Geschichte genau dieser Zeit. Nach „Hey, Ma“ und „U (Man Like)“ im Juni, sind mit „Jelomore“ und „Faith“ inzwischen zwei weitere Songs aus dieser Geschichte veröffentlicht worden. Eine Geschichte mit vielen Gesichtern, wie Vernon selbst definiert: “This project began with a single person, but throughout the last 11 years, the identity of Bon Iver has bloomed and can only be defined by the faces in the ever growing family we are.”

Der Titel kann laut Vernon bedeuten, „whatever it means to you or me. It can mean deciphering and bolstering one’s identity. It can be how important the self is and how unimportant the self is, how we’re all connected."