laut.de präsentiert:

Gruff Rhys

21.11.18 - München, Ampere

Einlass 19:30 Beginn 20:30 Tickets 18€ zzgl. Geb.

22.11.18 - Berlin, Privatclub

Einlass 19:00 Beginn 20:00 Tickets 18€ zzgl. Geb.

23.11.18 - Hamburg, Uebel und Gefährlich

Einlass 19:00 Beginn 20:00 Tickets 18€ zzgl. Geb.

27.11.18 - Köln, Studio 672

Einlass 20:00 Beginn 20:30 Tickets 18€ zzgl. Geb.

Fotocredit: Rough Trade Records

Auf seinem fünften Solo-Album klingt Gruff Rhys ein wenig wie der walisische Lee Hazelwood. Ursprünglich wurden die 10 Tracks für „Babelsberg“ bereits 2016 in einer dreitägigen Session unter Mithilfe von Stephen Black (Sweet Baboo), Osian Gwynedd und dem Drummer Kliph Scurlock (ex-Flaming Lips) aufgenommen. Gruffs Vision für das Album war allerdings von Anbeginn eine andere, er wollte es nämlich mit einem Orchester neu arrangieren. Weitere 18 Monate sollte es deshalb dauern, bis der im walisischen Swansea lebende Komponist Stephen McNeff die Orchesterpartituren fertig geschrieben hatte. Kennengelernt hatte Rhys den klassisch ausgebildeten Komponisten, als er mit ihm zusammen an einem dystopischen Opernstück schrieb, das im postapokalyptischen Wales spielt. Eingespielt wurde „Babelsberg“ schließlich vom 72-köpfigen BBC National Orchestra Of Wales. 

Ein wenig greift auch „Babelsberg“ die Endzeit-Thematik auf. Es handelt davon, dass sich die Menschheit untereinander immer weniger versteht und ein immer größeres Chaos zur Folge hat – wie eben beim Turmbau zu Babel. Das Babelsberg von Gruff Rhys ist ein zeitlos klingendes Album, dessen bissige Texte hingegen einen aktuellen Bezug haben und sich mit der unsicheren Zeit beschäftigen, in der wir leben. „Babelsberg“ ist eine kleine Parabel über den täglichen Horror, der mittlerweile in jedem menschlichen Alltag stattfindet – sei es Krieg, Diskriminierung, durchgedrehte Staatsoberhäupter, Alltagsgewalt oder die voranschreitende Gentrifizierung. Die Botschaft: Wenn sich Menschen nur ein wenig mehr Respekt und Verständnis entgegenbringen, macht das die Welt zumindest ein kleines Bisschen besser. 
Gruff ist ein romantischer Optimist geblieben, der uns mit Babelsberg ein Stück musikalische Hoffnung gibt und den man für seine sympathisch positive Art schon seit nunmehr 30 Jahren liebt.