J. Haydn - Sonate in c-Moll Hob. XVI: 20
B. Bartók - Suite Op. 14
C. Debussy - Images - Livre I
F. Chopin: Ballade Nr. 3 As-Dur Op. 47
F. Chopin: 4 Walzer
F. Chopin: Nocturne Op.62, Nr.1
F. Chopin: Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23
Er ist kein Mensch, der sich als Showstar vermarkten lässt,
kein Musiker, der über Nacht berühmt geworden ist, kein Exzentriker, der um
jeden Willen anders klingen möchte als seine Kollegen und dabei vor lauter
Effekthascherei das erzählerische Moment der Musik vergisst. „Während eines
Konzerts fühle ich mich wie ein Geschichtenerzähler“ sagt Andsnes. Die Noten
sind seine Worte. Obwohl er zu den hellsten Sternen am Pianistenhimmel gehört,
macht er keinerlei Aufhebens um seine Person. Was sein Spiel ausmacht,
charakterisiert auch den Lauf seiner Karriere: beeindruckend unaufgeregt, mit
einem Gespür für den richtigen Moment. Vor kurzem ist er 40 geworden und hat
noch einmal überdacht, was er im Leben erreichen will. Er möchte sich auf die
Dinge konzentrieren, die ihm am wichtigsten sind. Dazu gehört auch, sich an die
Komponisten heranzuwagen, um die er bislang eher einen Bogen gemacht hat. Wie
Debussy oder Chopin. Jetzt fühlt er, dass die Zeit reif dafür ist.